Hat sich Sali Segbers vor zwei Jahren in seinem orangefarbenen "General Lee" noch von einem kleinen Opel Corsa zum zweiten Sieger degradieren lassen, so kennt er dieses Mal als "Feldjäger" im Subaru keine Gnade. Auf drei Reifen und einer Felge prescht das feldgraue Gefährt als letztes durchs Gelände .
Die umfangreichen Vorarbeiten für ein erfolgreiches Schrottautorennen erläutert Sali Segbers" Cousin Patrick Füss aus Kirchen: "Bis heute Morgen um vier Uhr haben wir geschweißt und lackiert." Nicht nur Patricks Bruder Simon hält das spannende Rennen auf Videofilm fest, auch das Team von Regio-TV ist am Ende beeindruckt von Salis Leistung. Während der Konkurrenz reihenweise die Puste ausgeht, bleibt Salis Maschine voll funktionsfähig. "Den richten wir für nächstes Jahr wieder her", ist sich der erfahrene Mechaniker Patrick Füss sicher. Das bisschen Fahrwerkschaden ist schließlich zu beheben. Als eine der ersten gratuliert die in Dächingen wohnende Mutter Gertrud Segbers ihrem Sohn zum Triumph.
Das dritte von Stefan Kiefer aus Mühlhausen, Christian Knupfer aus Hundersingen und Christian Möhrle aus Mundeldingen veranstaltete Auto-Cross-Rennen verläuft von Anfang an dramatisch. Erstmals als Mitveranstalter dabei ist Matthias Kopp aus Sauggart. 2500 Motorsportbegeisterte - nach 1200 im Vorjahr - umstehen den von Markus Schmid zur Verfügung gestellten Stoppelacker.
Kaum ist der Start frei gegeben, entfachen die durchdrehenden Räder einen wahren Wüstensturm. Weil die Fahrer nichts sehen, wird erst einmal eine Pause eingelegt. Die Benetzung der Piste mit Wasser sorgt für klare Sicht. "Dies ist keine Kaffeefahrt, wir wollen"s krachen sehen", fordert Rennleiter Theo Magic zu mehr Aggressivität auf.
Als sich nur noch sechs der deformierten Karossen mühsam über die Piste schieben, wird diese zwecks Erhöhung der Dramatik verkürzt. Bei noch zwei Konkurrenten setzt die Rennleitung zur Herbeiführung eines schnellen Endes einen Ersatzwagen als Joker ein. Dieser setzt wenige Runden später Erik Hollands Schweizerfahne auf Halbmast und wirft Manuel Rieds Motorsägenwerbung einfach um. Damit ist Sali Segbers unangefochtener Sieger. Erst bei der Fahrt zur Siegerehrung verliert auch sein rechtes Vorderrad die Luft. Aber wie gesagt, bis nächstes Jahr ist der "Feldjäger" wieder auf den Rädern.